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Streifen und Rechtecke, Brüche und Wiederaufnahmen, leuchtend und dezent. Beate Flierl webt grafische Bilder ohne Schnörkel. Die Wolle färbt sie selbst, lässt sich beim Weben vom Koordinatensystem des Webstuhls leiten. "Zurück zum Sinn, weg von Schnelllebigkeit, Hast, Oberflächlichkeit und verzerrten Werten. Kleidung, die nicht Effekte hascht, sondern sich gut anfühlt." Beate Flierl versteht ihr Handwerk. Sie hat in Halle in einer Handweberei gelernt, Textildesign in Schneeberg studiert. "Meine Mutter webte schon Bildteppiche, Vater war Architekt. Mit 16 Jahren habe ich neben der Lehre auf der Burg Giebichenstein Malen gelernt." Im Studium beschäftigt sich Beate Flierl mit Konstruktivismus und Purismus. "Als Abschlussarbeit sollte ich Umschlagtücher weben." Zum ersten Mal entwirft Beate Flierl Stoffe, die auf puren Rhythmus und reine Farben reduziert sind. Die Tücher werden ein Erfolg. "Später beschäftigte ich mich mit spirituellen Themen, studierte die Symbole des Maya-Kalender und machte eine unglaubliche Erfahrung: Die Symbole ähnelten meinen geometrischen Formen." Seitdem verknüpft Beate Flierl vor allem in ihren Batikarbeiten ganz bewusst künstlerische und spirituelle Techniken, so wie es in den alten Kulturen schon immer praktiziert wurde. |
